Förderschwerpunkte

Im Laufe der Jahre haben die Eheleute Bethe aus ihren Stiftungszwecken ihre Föderschwerpunkte gesetzt. Die Bethe-Stiftung unterstützt schwerpunktmäßig die Errichtung von Kinderhospizen, sowie Einrichtungen, die es sich zum Anliegen gemacht haben, Kinder und Jugendliche vor Gewalt und Missbrauch zu schützen. Anträge können jederzeit formlos gestellt werden. Die Anträge sollen eine möglichst präzise Beschreibung des zu fördernden Projektes, eine Kostenkalkulation sowie den Einsatz von Personal oder ehrenamtlichen Mitarbeitern enthalten.

Förderschwerpunkt Kinderhospize

Viele Familien erleben zu Hause, wie belastend und aufreibend die Pflege ihres schwerkranken Kindes ist. Sie betreuen ihren Sohn oder ihre Tochter häufig über Monate, manchmal sogar Jahre. Sie müssen ständig verfügbar sein und funktionieren, auch nachts. Der drohende Verlust geht oft über die Kräfte der Eltern. Das kranke Kind steht im Mittelpunkt. Die Geschwister leiden häufig unter der Überforderung von Mutter und Vater und sie fühlen sich oftmals an den Rand gedrängt. Für die kranken Kinder ist das Hospiz ein Ort, an dem sie Liebe und Geborgenheit erfahren können - auch außerhalb ihrer eigenen Familie. Sie werden gemeinsam mit Eltern und Geschwistern aufgenommen. Hintergrund des Konzeptes: Die Eltern können sich von der täglichen Belastung erholen, das kranke Kind ist gut versorgt, die Geschwister werden nicht von der Familie getrennt.

Förderschwerpunkt Kinderschutz

Kinder brauchen Aufmerksamkeit, Verständnis und Zuwendung. Schläge, Unterdrückung und Liebesentzug sind keine Lösung. Die Bethe-Stiftung fördert Einrichtungen, die in ihrer täglichen Arbeit bei allen Formen von Vernachlässigung sowie körperlicher und sexueller Misshandlung von Kindern und Jugendlichen Verantwortung tragen und mit den betroffenen Mädchen und Jungen sowie deren Familien arbeiten. Wirkungsvolle Kinderschutzarbeit darf aber nicht bei Hilfsangeboten für Familien und Kinder stehen bleiben, sondern muss auch versuchen, gesellschaftliche Prozesse der Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt zu fördern bzw. in sie einzugreifen. Daher legt die Stiftung bei ihren Förderprojekten auch einen großen Wert auf Prävention und Aufklärung.

Förderschwerpunkt Erinnerungskultur

Reisen auf den Spuren unserer Vorfahren liefern nicht immer touristische Attraktionen und freudige Eindrücke. Es können auch schwierige Reisen sein, die besondere Vorbereitung und Reflexion erfordern und uns dazu bringen über die Welt, in der wir leben, nachzudenken. Reisen zu Orten der Erinnerung sind nicht immer einfach, schön und angenehm. Aber sie sind sehr wichtig, damit Vergangenes nicht vergessen wird.

Die Meldung, dass die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu zerfallen drohe, veranlasste die Stifter einen Beitrag zum Erhalt von Gedenkstätten leisten zu wollen. Es stand schnell fest, dass nicht in die bauliche Substanz, sondern in Bildung investiert werden soll, vornehmlich in Form von Schülerreisen nach Auschwitz und in andere Mordstätten der Nationalsozialisten. Seit dem Jahr 2015 fördert die Bethe Stiftung Fahrten von Schulklassen zu polnischen Gedenkstätten über das Inter­nationale Bildungswerk (IBB). Interessenten finden ausführliche Informationen über www.ibb-d.de/foer­derung_gedenk­staettenfahrt.html.